Zum Gespräch mit Februarbaby19 über ihre Fernbeziehung

 

1500 Kilometer trennten ein glückliches Paar. Sie damals in Deutschland und er in Spanien.
Mit dem Pseudonym FebruarBaby2019 schreibt sie in ihrem Instagram Profil über ihre Schwangerschaft.

Wie heißt du und woher kommst du?

Hallo erstmal.:)
Ich heiße Meli und bin in Hessen geboren, verheiratet lebe mittlerweile mit
meinem Mann zusammen in Spanien.

Wo habt ihr euch kennengelernt, war es in einem klassischen Chat oder auf einer Dating Plattform und wer hat den ersten Schritt gewagt?

Wir haben uns auf Google + kennengelernt eine Plattform ähnlich wie Facebook.

Wir beide hatten keinerlei Absicht zu keinem Zeitpunkt eine Beziehung zu suchen. Er ist als erstes auf mein Profil gestoßen dadurch wurde ich auf ihn aufmerksam.
Mit dem ersten Blick in sein Profil war er mir sofort sympathisch und hatte schon so ein Gefühl was ‚ liebe auf den ersten Blick‘ (oder besser gesagt, „auf den ersten Klick“), aus hören sagen bedeuten könnte.

So verrückt und unmöglich es auch klingt, aber das beschreibt es am besten.

Nach einigen Tagen machte ich den ersten Schritt und schrieb ihn an, weil er mir einfach nicht mehr aus dem Kopf ging und ich wissen wollte, wer er ist.  So fing unsere Liebesgeschichte an.

Was hat dich an deiner anfänglichen Bekanntschaft gereizt das du mit ihm weiter Kontakt haben wolltest?

Von Anfang an hat die Chemie zwischen uns gestimmt. Wir haben gleich gemerkt wie viele Interessen uns miteinander verbinden. In vielen Lebensthemen waren wir einer Meinung. Es war sehr schnell klar, er ist mein Seelenverwandter.

Der Tag wird zur Nacht, schließlich möchte man Abends noch ein wenig mit seinem geliebten tratschen. Wie war das bei euch beiden?

Besonders in der ersten Zeit. Wir haben im Schnitt 4 Stunden pro Abend telefoniert. Irgendwann holte uns der liebe Schlafmangel ein.

Wann habt ihr euch die Liebe gestanden?

Tatsächlich waren wir da ganz schnell.

Nach einigen Tagen hat mein Mann mir erzählt, wie glücklich er mit unserer Verbundenheit ist und wie viel ich ihm in dieser Zeit schon bedeutet habe. Konnte es genauso erwidern. Uns beiden wurde sehr schnell klar, da ist mehr. Und zwar Liebe.

Habt ihr ein gemeinsames Liebslingslied, welches euch miteinander verbindet?

 

Wie viele Kilometer trenn(t)en euch voneinander und was war der erste Gedanke als du erfahren hast das ihr so weit voneinander wohnt?

Eine riesige Distanz!
Er war in Spanien und ich in Deutschland.
Es waren fast 1.500 km (Fahrstrecke).

Das erste was ich gedacht habe, es heißt zwar, liebe kennt keine Grenzen und ich will ihn sehen, aber es wird nicht leicht und trotzdem fühle ich mich ihm so hingezogen wie zu keinem anderen Menschen.

Wer fährt zu wem, bist du zu ihm oder er zu dir?

Die erste beiden Male ist er nach Deutschland gereist, danach bin ich öfters zu ihm Geflogen, das war insgesamt viel „angenehmer “.

Welcher Reiseproviant gehört für dich unbedingt in den Rucksack?

 

Reise Dokumente sind ganz wichtig, natürlich auch ein Koffer. 
Was zu trinken (für den Weg zum Flughafen). 
Eine Menge Zeit, ich wollte unter keinen Umständen den Flug verpassen. 
Und lieber ganz entspannt ohne Hektik reisen. Meine Aufregung war schon groß genug ;).

Thema Reisekosten hier wird es unbequem, aber wie hat es bei euch ausgesehen. Teilen oder ganz auf die eigene Kappe nehmen?

Flüge sind nicht teuer. Vor allem nicht in der Ferien Zeit die wir immer ausgenutzt haben, da ich Schülerin war. Insgesamt hat mein Mann den größten Teil bezahlt. Wenn ich mich nicht verrechnet habe sind es ungefähr 31:30 (nur) Flugstunden die wir in unserer Fernbeziehung angesammelt haben.

Erinnerst du dich noch an eure erste Begegnung, was ist genau passiert?

Ich weiß noch genau, wo wir uns getroffen haben. Ich habe ihn vom Flughafen abgeholt, war tatsächlich ein bisschen zu spät dran. Wir hatten uns gesucht und uns unter einer Rolltreppe gefunden. Ich war sehr nervös, weil Internet und Realität ist nun mal nicht das gleiche und hatte Angst, dass meine Gefühle nicht der Realität entsprechen. Zum Glück war es nicht so, sondern ich habe mich nur noch mehr in ihn verliebt. 
An den Tag haben wir tatsächlich nicht viel gemacht, außer die Zeit zusammen genossen, um uns noch besser kennenzulernen.

Unsere gemeinsamen Tage sahen so aus:

Wir haben die meiste Zeit des Tages immer genutzt so viel Nähe wie es nur geht „nachzuholen“ aber wir haben eigentlich immer noch einen gemeinsamen Ausflug gemacht. Wir hatten meistens 1 bis 3 Wochen gemeinsame Zeit miteinander. In den Sommerferien hatten wir mehr Tage zur Verfügung.
Ein glücklicher Zufall, dass mein Mann auch die häufig Urlaub nehmen konnte und wir sehr viel Zeit miteinander verbrachten.

Das machen wir beide am liebsten zusammen:

Da gibt es vieles. Hauptsache gemeinsam. 
Einfach spazieren oder essen gehen machen wir sehr gerne und sehr oft. 
Kurzurlaub stand auch auf unserem Programm.

Ja wie wir es doch kennen die Tage, Minuten und Stunden rennen uns davon, dann geht es wieder zurück in den ganz normalen einsamen Alltag.
Gemeinsam Abschied nehmen heißt immer ein Stück seines Herzens beim Partner zu lassen.

Wie hast du dich bei jeder Trennung gefühlt und was schoss dir durch den Kopf?

Der Abschied wurde immer schwerer. Vor allem da einige Monate verstrichen sind, bevor wir uns wieder gesehen haben. Ich habe mich zu Hause nicht wohlgefühlt und überhaupt nicht zurückwollte. Habe mir bei jeder Heimreise Gedanken gemacht wie wir diese schwere Zeit überstehen.

 

Welche Zukunftspläne habt ihr zusammen geschmiedet, welche davon umgesetzt?

So frisch verliebt wir waren, schmiedeten wir auch schon Pläne für unsere Zukunft. 
Diese sollte auch an dem einen und selben Ort gelebt werden.

Nach fast 3 Jahren unserer Beziehung waren wir an einem Punkt, 
das ich meine Schule beende, um danach mit meinem Freund zusammen ziehen zu können.

Sogar über unsere Heirat und Kinderwunsch haben wir gesprochen.
Überlegten uns Namen für den Familienzuwachs, dabei kamen uns dieselben Gedanken bei der Auswahl der Namen durch den Kopf, das war wirklich 
überraschend. Schlussendlich haben wir uns auch das Ja Wort gegeben.
Wir stehen nun kurz vor der Geburt unserer ersten Tochter.
Sie wird den Namen den wir zusammen ausgesucht haben tragen.
Aktuell haben wir keine großen Pläne mehr außer einfach unser Leben gemeinsam zu genießen.

Wie denkst, du heute über deine Fernbeziehung hat die Liebe auf Distanz eine Chance?

Es ist eine große Herausforderung. 
Wahre Liebe jedoch kennt keine Grenzen. 
Wenn beide Partner an einem Strang ziehen ist es sehr wohl 
möglich, seine Träume zu verwirklichen.

Hast du 3 gute Zutaten, die du uns mit auf dem Weg geben möchtest?

Vertrauen und Geduld ist die Grundbasis, um die gemeinsame Zukunftsplanung durchzusetzen. 
Außerdem ist es wichtig soviel Zeit wie möglich zu verbringen. Folgt eurem Herzen und lasst euch nicht anderweitig beeinflussen.

Eine Fernbeziehung stellt die Liebe auf die Probe, gab es Momente,
in denen du am liebsten alles hingeworfen hättest?

Es gibt in jeder Beziehung Höhen und tiefen.
Ein Tiefpunkt bei uns war die Entfernung, wobei wir dieses Problem gut lösen konnten.
Außerdem haben wir uns von der Außenwelt nicht beeinflussen lassen, sondern folgten weiterhin 
unsere Ziele.

Was hat euch zusammen gehalten in der Zeit, wo ihr getrennt euren Alltag bestritten habt?

Wir haben jede Minute genutzt um miteinander zu Scheiben mit dem Wissen, dass wir bald wieder bei einander sind, bestärkte uns die Hoffnung darin nicht aufzugeben.

Was möchtest du anderen mitteilen die sich für diese Art von Beziehung entschieden haben?

An alle, die so eine Beziehung führen wünsche ich viel Kraft, Geduld und Vertrauen.
Ein guter Ratschlag dafür wäre auch die gemeinsamen Treffen in vollen Zügen zu genießen.

Team Mutti wünscht dir und deinem Partner alles Gute für die Zukunft!

 


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