Tagebuch einer Mutti – Spezial – Post aus der alten Heimat Teil 1

WIR VERMISSEN EUCH!

Liebes Tagebuch,

mit der Kita-Leitung Frau Stümmler aus der AWO-Kita stand ich zwischendurch, als wir noch in Salzkotten wohnten, regelmäßig in Kontakt.

Die Zusammenarbeit war immer herzlichst, auch unter schwierigen Situationen, wie z.b. Trennungskonflikten und auch durch aktive Hilfe,
falls der Kopf mit Terminen vollgepackt war.

Leon und ich waren stets zufrieden mit den Gegebenheiten, wie auch
dem menschlichen Handel der Erzieherinnen.

Zwischen Tür und Angel gab es oftmals lustige Unterhaltungen –
an die man sich stets noch lächelnd erinnert.

Am 22.01.2020 kam dann eine Mail mit dem Betreff :

Grüße aus der AWO Kita:)

Hallo Herr Kales!

Die Kinder haben eine Kleinigkeit für Leon gemacht. Schicken sie mir dazu einmal ihre Postadresse?

Mail von der AWO Kita

Huch!

Schnell geantwortet und schon kam auch wenige Tage später ein Brief, der an Leon adressiert war, bei uns an.

Mutti, bitte öffnen!

Langsam öffnete ich also den Umschlag und auf Anhieb war da etwas „stoffiges“, ein rotes Kärtchen mit Malerei, sowie der Name „Luca“ zu sehen.

Das machte sehr neugierig. Es schossen mir sofort tausend Gedanken
durch den Kopf. Es war nicht einfach nur ein Brief!

Sondern ein besonderes Geschenk, dass man Leon sehr vermisst und an ihn denkt.

Der Abschied aus dem Kindergarten war schon ein sehr emotionaler Moment für mich, wo sich so manche Träne nicht verbergen ließ.

Dieser eine Moment kam wieder!

Schnell noch seine Tränchen weggewischt und dann ging es gleich weiter.
Leon wurde nämlich ungeduldig. Also ran da!

Wir schauten uns erst die Post für Leons Brüderchen an.

Auf der Linken Seite des „Briefes“ stand

Herzlich Willkommen im Leben

Liebe Familie von Luca!
Wir gratulieren ganz herzlich zur Geburt von Luca und freuen uns sehr, wenn wir
Euch alle mal irgendwann wiedersehen &
kennenlernen dürfen!

VG
Sandra & Team

Post von der AWO-Kita Salzkotten (siehe obige Bilder)

Auf der Rechten Seite war ein kleines Gedicht abgedruckt

Lieber Luca!

Zwei kleine Hände greifen nach einem großen Leben, und vielen Erlebnisse wird’s
für Dich wohl geben.
Was werden Deine Hände tun?
Und werden sie wohl jemals ruh’n?
Wie viele Bilder werden sie uns schenken?
Wie viele Räder einmal lenken?
Wie oft werden sie kleckern und matschen?
Wem werden sie wohl einmal Klatschen?
Welche Geschichten werden sie schreiben?
Und werden die Finger aus der Nase bleiben?
Werden sie unsere Wände bekritzeln?
Was werden sie spielen, wann zappeln, was zeigen?
Wir wissen es nicht – doch eines ist klar:
Zum „Be-Greifen“ sind Deine Hände wunderbar!

Post von der AWO-Kita Salzkotten (siehe obige Bilder)

Leon packte weiter aus – da mich dies doch sehr sprachlos machte.
Ich lief auch gleich in die Küche und zeigte es meiner Herzensdame.
Sie lächelte und freute sich ebenso darüber.

Was ist denn das?

Söhnchen schaute sich die für ihn gemalten Bilder an und
rätselte schon einmal, von wem die einzelnen Bildchen stammen könnten.
Einen Moment später kam ich wieder in sein Zimmer zurück, drehte
das Bild um und erzählte ihm, von wem er diese Bildchen bekommen hat.

Da ist ja noch was!

Liebe AWO-Kita Salzkotten!

Euch ist diese Überraschung sehr gelungen, da blieb bei mir wirklich
kein Auge trocken. Ich wusste anfänglich nicht wirklich, das Wehmut
so schmerzhaft sein kann.

Lange war Leon ein Teil von euch und andersherum sind wir mit euch
verbunden. Wir werden niemals die schöne Zeit vergessen, in der ihr uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden habt. Die AWO-Kita war ein Ort, an dem
selbst ich mich immer wie zu Hause fühlte.

Wir vermissen euch total!

Zum Schluss

Liebes Tagebuch!

Es gibt nichts schöneres, als solche kleinen Freuden, dass Leon immer noch ein Teil seines alten Kindergarten bleibt.
Öfters schießen mir gerade, während des Schreibens, viele Gedanken durch den Kopf. Tränen lassen sich somit nicht mehr verbergen.
Ein kleines Stück Ostwestfalen haben wir per Post bekommen –
Wir werden unser altes Salzkotten baldigst besuchen.
Unsere Freude darauf ist schon riesig!
Dann lernt auch unser Nachwuchs Luca den Wohnort kennen, an
dem Leon und ich so viele schöne Jahre verbracht haben.

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